Die Aufgabe der Pflanzen in einem Aquarium besteht zum größten Teil in der dekorativen Wirkung. Andererseits bearbeiten sie das Wasser biologisch, in dem sie gelöste Nährstoffe aufnehmen und selbst verarbeiten. Die berühmte Rolle des Sauerstoffspenders während der Assimilation spielt normalerweise nur eine untergeordnete Rolle, wenn man auch in früheren Jahren der Meinung war, dies sei überhaupt die wichtigste Aufgabe der Pflanzen. Nun können Pflanzen aber die Nährstoffe, die von den Fischen und den Futtertieren geliefert werden, normalerweise nicht unmittelbar aufnehmen, sondern diese müssen erst durch Bodenbakterien aufgespaltet sein. Solche Bakterien halten sich vor allem im Bodengrund auf. Sie benötigen aber Sauerstoff. Deshalb ist es am besten, wenn man im Süßwasseraquarium einen groben Bodengrund verwendet, in dem das Wasser zirkulieren kann. Je besser die Durchlüftung klappt, desto einfacher wird die Pflanzenpflege, denn so kommt an die Wurzeln auch warmes Wasser. Der berühmte “Warme Fuß” der Pflanzen ist wichtig!
Das Leben der Pflanzen wird durch die Assimilation und die Dissimilation bestimmt. Zur Assimilation braucht die Pflanze unbedingt Licht in ausreichender Menge. Heute kann man mit Leuchtstoffröhren jedes Aquarium ausreichend beleuchten und wird so unabhängig vom Tageslicht. Während der Nachtstunden assimiliert die Pflanze nicht, sondern nimmt Sauerstoff auf.
Die Wirkung der Pflanze auf das Wasser hängt zunächst einmal davon ab, ob es sich um eine echte Unterwasserpflanze handelt, wie z.B. Myriophyllum, Wasserpest, oder ob es Sumpfpflanzen sind, die in der Heimat den größten Teil ihres Lebens über Wasser wachsen. Echte Wasserpflanzen reinigen das Wasser gut und wachsen sehr schnell, wenn sie ausreichend Licht zur Verfügung haben. Sumpfpflanzen, wie z.B. Cryptocorynen, haben nicht den großen Wirkungsbereich. Dafür sind die Sumpfpflanzen meist dekorativer. Man sollte sich von der Meinung befreien, jede Pflanze müsse in jedem Aquarium wachsen. Auch Pflanzen sind Lebewesen, die sich an ihre neue Umgebung anpassen müssen. Manche schaffen es nur sehr langsam, andere schaffen es nie. Deshalb sollte man sich bei der Auswahl mit der Zeit auf die Arten beschränken, die unter den gegebenen Bedingungen wachsen. Meist ist es verkehrt, riesige Exemplare für teures Geld zu erwerben. Sie müssen sich erst an die neuen Bedingungen anpassen, stagnieren so lange im Wachstum, und manche Pflanze wirft ihre Blätter ab und entwickelt viel kleinere neue. Manchmal bleiben von den herrlichen Pflanzen nur Kümmerlinge übrig, die nie wieder groß werden. Deshalb ist es besser, Jungpflanzen zu kaufen, die sich leichter an die Aquarienverhältnisse des Liebhabers anpassen. Grundsätzlich findet eine Pflanze in jedem Aquarium zunächst ihr Auskommen. Zusätzliche Düngung ist nicht notwendig. Wenn man regelmäßig in kürzeren Abständen das Wasser teilweise wechselt, wird Düngung kaum nötig. Später kann man dann mit käuflichen Präparaten nachdüngen. Man hüte sich aber davor, zu viel Dünger zu geben, denn das schadet eher, als es nutzt. Spurenelemente werden oft zum besseren Wachstum empfohlen, aber man bekommt sie durch Frischwassergaben und Lebendfutter in ausreichender Menge in das Aquarium. Auch in den Temperaturansprüchen sind die Wasserpflanzen recht unterschiedlich. Man kann als Anhaltspunkt sagen, das die tropischen Arten, und sie stellen den Hauptteil der angebotenen Arten, Temperaturen um 24° C brauchen, wenn sie auch bei etwas geringeren Wärmegraden noch langsam wachsen. Pflanzen aus gemäßigten Zonen brauchen nur durchschnittliche Temperaturen um 18° C, ja sie halten sich bei höheren Wärmegraden oft schlecht. Hier seien nur einige Pflanzengruppen beschrieben.

Wenn Sie mehr über die Bepflanzung des Aquariums erfahren möchten, kann ich Ihnen zudem diese Website über Aquariumpflanzen empfehlen.

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