Schmerlen

Prachtschmerle

p1050812Sumatra, Borneo; 30 cm, bleibt in Aquarien aber viel kleiner.
Aus der Gattung Botia ist die Prachtschmerle wegen ihrer leuchtenden Farben und schönen Bindenmuster die bekannteste. Frisch importierte Exemplare sind oft außerordentlich empfindlich und besonders empfänglich für Ichthyophthirius. Leider ist die Heilung solcher kranken Tiere schwierig. Wenn sie aber gesund sind, dann haben wir harte und ausdauernde Aquarienfische, die man stets im Schwarm pflegen sollte. Oft schließen sich einzeln lebende Tiere an ähnlich gefärbte Fischschwärme an, wie z.B. Sumatrabarben. Zwar ist der Fisch bereits in Gefangenschaft gezüchtet worden, aber nur selten. Bei Botia-Arten muss man sehr vorsichtig sein, wenn man sie mit der Hand fängt, denn ihre Unteraugendornen reißen mitunter tiefe Wunden. Sie können damit andere Fische töten (was sie eigentlich nicht tun) und Netze zerschneiden. Zur Haltung empfielt sich weiches bis mittelhartes Wasser (15° dH) mit neutralem pH-Wert. Zur Zucht weiches Wasser (1 bis 2° dH). Temperaturen 22-26° C. Die Aquarien sollten Verstecke haben. Allesfresser. Ein paar andere Arten werden immer wieder importiert, vor allem Botia sidthimunki (6 cm) und Botia modesta. Auch sie sind Schwarmfische. Botia modesta (10 cm) braucht mehr Versteckplätze.

Dornauge

Indonesien; 10 cm.
Der Handel bietet regelmäßig verschiedene Dornaugenarten, -unterarten und -formen an. Sie alle sind gut für das Gesellschaftsaquarium geeignet, wenn man darauf achtet, das den Tieren weicher Bodengrund oder Versteckmöglichkeiten in Form von Höhlen oder dichten Pflanzenbeständen zur Verfügung stehen. An das Wasser stellen sie keine Ansprüche, laichen aber besser in weichem, leicht sauren Wasser. Temperaturen 20-26° C. Allesfresser, die ihr Futter meist vom Boden aufnehmen. Weibchen sehen zur Laichzeit deutlich aufgeschwollen aus. Die häufigst gehandelten Dornaugen sind Acanthophthalmus kuhlii und Acanthophthalmus sumatranus. Aber auch Acanthophthalmus myersi aus Thailand wird oft eingeführt. Sie ist eine der größten Arten (15 cm). Am häufigsten erscheint bei uns Acanthophthalmus semicinctus aus Indonesien (10 cm). Selbst für kleine Aquarien eignen sich diese Fische, besonders aber die Zwergdornaugen Acanthophthalmus robiginosus und Acanthophthalmus cuneovirgatus (5 cm), die in Gefangenschaft laichen und dabei interessante Liebesspiele zeigen. Die Tiere wandern zeitweilig, deshalb Becken abdecken!