Nanderbarsche

Blattfisch

Amazonenstromgebiet und Rio Negro; 8 cm.
Dieser schwierig zu haltende Fisch besitzt ein außerordentlich interessantes Verhalten und eignet sich eigentlich nur für Spezialbecken. Der Fisch hängt bewegungslos wie ein totes Blatt im Wasser, und zwar meist mit dem Kopf nach unten. So wartet er auf seine Beute, die er blitzschnell mit seinem gewaltig dehnbaren Maul verschluckt. Am besten eignen sich Guppys und ähnliche Fische als Futter. Mit seinem großen Appettit kann er an einem Tag ungefähr sein eigenes Gewicht als Nahrung aufnehmen. Das Aquarium sollte sehr dicht bepflanzt werden. Als Wasser verwende man solches mit leichten Säuregraden (pH-Wert 6-6,5) und geringer Härte (2-4° dH).
Die Fische setzen ihre Eier an Steinen oder an der Unterseite von breiten Blättern ab. Die schlüpfenden Jungfische sind bereits ziemlich groß. Nach zwei Monaten beginnen sie bereits damit, sich gegenseitig anzugreifen oder aufzufressen. Oft entwickeln die Jungfische ichthyophthiriusähnliche Punkte, die aber später wieder verschwinden. Temperaturen um 24° C. Torfzusatz und glasklares Wasser.

Vielstachler

Nordöstliches Südamerika und Trinidad; 9 cm.
Der Vielstachler ist ein ruhiger Fisch, der vor allem in der Dämmerung oder Dunkelheit aktiv wird. Für Gesellschaftsaquarien mit kleineren Arten ist er nicht geeignet. Auch er frisst nur Lebendfutter. Um 24° C.
Von Zeit zu Zeit bekommt man auch Polycentropsis abbreviata, 15 cm, aus Westafrika. Er baut ein Schaumnest.

Blaubarsch, Topfgucker

Indien, in stehenden Gewässern; Männchen 8 cm, Weibchen 5 cm.
Da der Blaubarsch der friedlichste Vertreter der Nanderbarsche ist, kann man ihn im Gesellschaftsaquarium pflegen. Nahrung muss aus Lebendfutter bestehen, auf das er vor allem in der Dämmerung Jagd macht. Trockenfutter er nimmt er nicht, oder nur ungern. In dicht bepflanzten Spezialaquarien mit Versteckmöglichkeiten aus Steinen oder mit einem Blumentopf zeigt das Männchen seine unwahrscheinliche Fähigkeit, die Farbe zu wechseln.
In der Regel ist das Weibchen bräunlich und zeigt eine konvexe Bauchseite. Bei Temperaturen um 24° C putzt das Männchen die Laichstelle und bewacht Eier und Jungfische. Die Zucht ist nicht schwer.