Labyrinthfische

Gestreifter Buschfisch

Kongobecken; 8 cm.
Die meisten der afrikanischen Labyrinthfische gehören in die Gattung Ctenopoma. Immer wieder kommen einige Arten zu uns, aber sie werden nicht populär, weil sie räuberisch leben und meist unauffällig gefärbt sind. Die kleineren Arten sind robuste Fische, und manche kann man leicht züchten. Einige bauen Schaumnester, andere legen die Eier einfach ab und lassen sie treiben, wieder andere sind vielleicht Maulbrüter.
Der Gestreifte Buschfisch sieht recht hübsch aus und kann in größeren Gesellschaftsbecken mit härteren Fischen gepflegt werden. Temperaturen um 24° C. Allesfresser. Sie baut ein Schaumnest, das vom Männchen bewacht wird.

Zwergmakropode

Südliches Indien, Burma und Südvietnam; 7 cm.
Der Fisch ist kleiner und eleganter gebaut als sein großer Vetter. Trotz seiner Härte benötigt er eine höhere Temperatur, ungefähr 22° C. Gern sucht er Versteckplätze auf, ja er kann hier sogar laichen. In der Ernährung ist er nicht wählerisch. Das Weibchen unterscheidet sich vom Männchen durch die weniger stark ausgezogenen Flossen. Während der Laichzeit färben sich die Tiere, vor allem das Männchen, auf der Bauchseite leutend rot.

Paradiesfisch, Makropode

Korea, China, Südvietnam, Formosa; 10 cm.
Dieser sehr widerstandsfähige Fisch benötigt nur wenig Raum und kann selbst in kleinen Aquarien bei Temperaturen um 15° C gehalten werden. Zur Zucht sind jedoch 20-24° C nötig. Im Gesellschaftsaquarium sollte man ihn nicht pflegen, denn vor allem die ausgewachsenen Männchen können gegenüber anderen Arten recht aggressiv werden. Das Weibchen sieht etwas blasser aus als das Männchen und hat deutlich kürzere Flossen.
Der Markropode ist einer der ersten Aquarienfische, die importiert wurden, und war viele Jahre lang der populärste Aquarienfisch überhaupt.
Auf vielerlei Art und Weise ist der Paradiesfisch ein Idealfisch für Anfänger. Er ist farbenprächtig, frisst jegliches Futter, ist robust und leicht außerordentlich willig selbst unter ungünstigeren Bedingungen. Auch im Freiland kann man den Fisch während der wärmeren Monate gut pflegen, und hier vermehrt er sich ohne Zutun reichlich. Die so aufgewachsenen Jungen übertreffen die Aquarientiere in der Regel in Beflossung und Farbenpracht.
Gut bekannt ist die Möglichkeit, das man mit Makropoden Planarien aus einem Aquarium entfernen kann, denn sie fressen diese recht gern.
Zur Haltung eignen sich Aquarien mit Versteckplätzen für schwächere und weibliche Tiere. Eine Schwimmpflanzendecke, die an einigen Stellen offen sein muss, bietet den Tieren für den Nestbau Unterstützung.
Der schwarze Makropode, Macropodus concolor, hat in der Systematik noch keine eindeutige Stellung. Möglicherweise ist er die Stammform.

Punktierter Fadenfisch

Malaiische Halbinsel, Thailand, Südvietnam, Indonesien; 15 cm.
Man kann über Geschmack nicht streiten, aber die wenig gepflegte Stammform (mehr graugrün, mit bläulichem Schein und rötlichen Flossenzeichnungen) ist nicht weniger hübsch als der viel häufiger gehaltene sogenannte Blaue Gurami oder Blauer Fadenfisch, der lediglich eine Zuchtform ist.
Manchmal wird er unter dem lateinischen Namen Trichogaster trichopterus oder Trichogaster sumatranus angeboten oder in der Literatur behandelt. Bei dieser Form treten die blauen Körpertöne verstärkt auf, es gibt auch leuchtend blaue Exemplare. Bei ihnen sind die Flossen zienlich blass. Neuerdings gibt es noch eine weitere Zuchtform, die auf bläulichem Untergrund oft sehr starke und große schwarze Flecken besitzt. Der Handelsname lautet Trichogaster crosby. Alle Formen leicht zu pflegen und zu züchten. Allesfresser. 22° C.
Hin und wieder werden noch zwei weitere Fadenfische eingeführt, nämlich Trichogaster microlepis, der Mondscheingurami, und Trichogaster pectoralis, der Schaufelfadenfisch. Beide Arten werden größer als Trichogaster trichopterus.

Mosaikfadenfisch

Malakka-Halbinsel, Thailand, Sumatra, Borneo; 13 cm.
Ein völlig ausgewachsenes altes Männchen dieser Art ist einer der herrlichsten Aquarienfische, die zu finden sind; mit seinen wunderschönen Farben und vergrößerten Flossen zählt er zu unseren beliebtesten Pfleglingen. Mosaikfadenfische sind sehr friedfertig selbst gegenüber kleineren Fischen. Das Weibchen ist nicht ganz so farbenprächtig, zeigt eine mehr silbern glänzende Brust und besitzt kleinere abgerundete Flossen. Man erkennt die Geschlechter recht zeitig an der Rückenflosse. Der Fisch eignet sich gut für das Gesellschaftsaquarium, macht aber mehr Freide, wenn man ihn mit ähnlichen Arten in einem besonderen Aquarium hält. Die Wassertemperaturen sollten zwischen 24 und 26° C liegen. Sein Schaumnest ist groß, und das darin untergebrachte Gelege kann aus mehr als zweitausend Eiern bestehen. Zur Zucht senke man den Wasserstand auf etwa 15 cm. Ist feinkörniger Sand im Becken, dann kann man manchmal beobachten, wie das Männchen Sand ins Maul nimmt, den es in das Schaumnest spuckt. Die Bedeutung dieses Verhaltens ist nicht klar. Allesfresser.

Next »