Buntbarsche
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Ein sehr natürlich eingerichtetes Malawi-Aquarium. Für den ein oder anderen mag es viel zu dunkel und farblos eingerichtet sein. Ich glaube jedoch das die Farbe durch die Fische kommt, und es sich sehr an den natürlichen Lebensraum orientiert.
Zu sehen sind gelbe Maulbrüter (Labidochromis sp. aff. careuleus)
Indien und Ceylon in Süßwasser und in brackigen Zonen; 8 cm.
Beide in Asien heimischen Cichliden gehören in die Gattung Etroplus. Sie haben keine sehr große Verbreitung in den Aquarien gefunden, weil sie erst mit fortschreitendem Alter wirklich farbkräftig werden. Am schönsten ist die kleine und daher viel häufiger gepflegte Art Etroplus maculatus. Der ziemlich scheue Fisch wird am besten in Aquarien gepflegt, die einen guten Pflanzenwuchs haben. Temperaturen um 25° C. Die Zucht ist nicht schwierig, man braucht aber gute Zuchtpaare. Etwas Salz, dem Aquarienwasser zugefügt, erhöht das Wohlbefinden.
Tanganjika-See; 10 cm.
Besonders die Jungfische von dieser Art sind außergewöhnlich schön. Sie zeigen auf samtschwarzem Grund weiße Punktreihen. Später entwickelt sich bei den Männchen ein rötlicher breiter Querstreifen auf den Körperseiten. Man verwechselt diese Art oft mit der sehr nahe verwandten Art Tropheus moori, der die hellen Flecke auf dem Körper fehlen. Zur Haltung wähle man gut bepflanzte und versteckreiche Aquarien mit Temperaturen um 24° C. Das Wasser braucht nicht weich zu sein.
Hoffentlich erhalten wir aus dem Tanganjika-See und aus dem Malawi-See noch viele weitere Importe dieser nur dort heimischen Buntbarsche. Es gibt ganz sicher noch andere Arten, die für die Aquarienhaltung geeignet sind. Man vergleicht die Buntbarsche dieser beiden Seen wegen ihrer herrlichen Farben oft mit den Korallenfischen.
Tanganjika-See; 7 cm.
In mancher Hinsicht erinnern die natürlichen Bedingungen des Tanganjika-Sees in Afrika an die des Malawi-Sees. Auch unsere Julidochromis-Arten scheinen härteres Wasser zu lieben. Temperaturen um 24° C. Tierische und pflanzliche Kost. Julichdochromis-marlieri ist nahe verwandt und zeigt in der Rückenpartie ein schwarzes Netzmuster. Einzelgänger werden oft unverträglich.
Njassa-See; 16 cm und größer.
Der Fisch gilt als einer der größten importierten Njassa-Buntbarsche, doch erreicht er seine Geschlechtsreife glücklicherweise bereits mit einer Länge von nur 10 cm. Neben dem normalen Typus kann man auch einförmig hellblau bis fast blauweiß gefärbte Exemplare zu sehen bekommen. Auch bei einigen Weibchen gibt es eine andere Farbphase, bei der auf einem blauweißlichen oder gelblichen Untergrund eine Anzahl unregelmäßig geformter schwarzer und orangefarbener Flecke liegt. Diese Art ist die häufigste der Njassa-Buntbarsche und wird in ihrer Heimat hauptsächlich in der Nähe der algenbedeckten Felsen gefunden. Ähnlich wie die meisten Njassa-Buntbarsche zeigen die Männchen dieser Art große, deutlich umrissene gelbweiße Flecke auf der Afterflosse von der gleichen Größe und Form wie die Eier. Man nennt sie auch Eiflecke. Diese Afterflossenflecke haben eine Bedeutung bei der Paarung der Maulbrüter. Hat das Weibchen die Eier abgelegt und nimmt sie ins Maul, dann kommt das Männchen zur Befruchtung, spreizt die Afterflosse mit den Eiflecken und gibt das Sperma ab. Das Weibchen schnappt nach den Attrappen und nimmt gleichzeitig Sperma auf. So kommt es dann zur Befruchtung der Eier im Maul des Weibchens.