Brackwasserfische

Schützenfische

Wie schön ein natürlich eingerichtetes Aquarium mit Landteil für Schützenfische sein kann, sieht man hier.
Auf den aus dem Wasser ragenden Wurzeln kann man Lebendfutter setzen, und so beobachten wie die Schützenfische die Insekten “abschießen”.

Eine Gruppe Schützenfische

Eine Gruppe Schützenfische

Gestreiftes Flossenblatt

Küstengebiete Westafrikas von Senegal bis Kongo, vor allem in Flußmündungen und Lagunen; 20 cm.
Diese Art wir viel weniger importiert als das Silberflossenblatt. Das ist schade, denn der Fisch wirkt eleganter und scheint sich in reinem Süßwasser besser zu halten. Ältere Exemplare bilden in der Regel die Streifen schwächer aus oder ganz zurück. Um 24° C. Allesfresser.

Silberflossenblatt

Von der Ostküste Afrikas bis Indonesien in Küstengebieten und Flußmündungen; 20 cm.
Häufig werden Jungfische importiert. Mit ihrer glänzenden Farben und dem lebhaften Verhalten sind die Silberflossenblätter ein schöner Besatz für ein großes Süßwasseraquarium, doch tatsächlich gehören sie nicht hier hinein. In Süßwasseraquarien hält sich das Silberflossenblatt nur noch schlecht, wenn es eine bestimmte Größe Erreicht hat. Dann braucht man einen Salzzusatz, bzw. hält dann die Fische in reinem Salzwasser.
Die Fische brauchen viel Schwimmraum, Temperaturen um 24° C und sauberes Wasser. Vornehmlich fressen sie Lebendfutter. Leicht zu halten, aber räuberisch.

Schlammspringer

In den tropischen Küstengebieten der alten Welt weit verbreitet. Systematische Stellung innerhalb der Gattung bisher sehr wenig untersucht. 15 cm.
Fast ausschließlich findet man den Fisch zwischen Mangroven in flachen Tümpeln und Sümpfen in der Nähe von Flußmündungen und Lagunen. Hier verändert sich der Salzgehalt ständig. Manchmal trifft man ihn weit flußauf an, wo das Wasser sehr süß, aber der Fisch kann nicht völlig von den Brackwassergebieten gelöst leben.
Der Schlammspringer ist einer der wenigen Fische, die das Wasser verlassen können. Natürlich muss er ständig seine Haut und die Kiemen feucht halten, aber man kann ihn dabei beobachten, wie er viele Meter vom Wasser entfernt hüpft und krabbelt, und zwar auf einen Busch oder quer über die trockenliegende Schlammfläche. Sein ständiger Aufenthaltsort ist oft ein Stein oder eine Wurzel, von denen aus er sein Territorium überblickt. Während der Ebbe baut er sich Gänge zum Wasser, Beute und Rivalen werden verfolgt.
Der Schlammspringer wird recht selten importiert und hat bis heute keine Verbreitung gefunden, denn in einem gewöhnlichen Aquarium kann man ihn nicht halten und auch nicht mit anderen Aquarienfischen zusammen. Es bedarf eines besonderen Beckens, das man eher als Terrarium einrichtet und nur wenige Zentimeter Wasser und einige Steine hineingibt. Moorkienwurzeln und Sandflächen müssen über den Wasserspiegel hinausragen, und die Luft über dem Wasser muss warm und sehr feucht sein. Deshalb braucht man Deckscheiben. Man kann den Schlammspringer sowohl im Brackwasser- als auch im Salzwasseraquarium pflegen. Er ist sehr hart, doch die einzelnen Exemplare bekämpfen sich manchmal in schweren Gefechten, wenn es um ein Territorium geht. Am besten ernährt man Schlammspringer mit Lebendfutter, zum Beispiel Mückenlarven, Würmer und Insekten, die man auf dem Land verfüttert. Bisher ist der Fisch nicht gezüchtet worden. Die Haltung ist nur erfahrenen Aquarianern zu empfehlen. Temperaturen hoch, 24-30° C.

Argusfisch

Südostasien, Indonesien und Australien in Küstengebieten und Küstengewässern; 30 cm, in Gefangenschaft meist viel kleiner.
Dieser Brackwasserfisch wird häufig importiert. Sehr leicht finden sich Besitzer für die wunderschönen Jungfische von ungefähr 3 bis 4 cm Länge, trotz der Tatsache, daß man sie nicht richtig in einem gewöhnlichen Aquarium halten kann. Die Argusfische wachsen ziemlich schnell, und nur die Jungfische kann man über längere Zeit in Süßwasser halten. Später muss man Salz zusetzen, und dann kann man das Tier in reinem Salzwasser pflegen. Bisher konnte man den Fisch in Gefangenschaft nicht züchten. Bei einem Versuch in Seewasser legte ein Pärchen die Eier in einer Gesteinsspalte ab. Der sogenannte Scatophagus rubifrons mit seinem roten Kopfteil ist nur eine Farbform von Scatophagus argus. Meist wird er mit zunehmendem Alter viel blasser. 24° C.

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