Zylinderrosen

Zylinderrosen kommen im Meer nur als einzeln stehende Blumentiere vor, sind also keine koloniebildenden Arten, obgleich man sie oft dicht beieinander stehend finden kann. Der Körper der Zylinderrose läuft zum Ende hin leicht spitz zu. Er steckt in einer sogenannten Wohnröhe, die das Tier selbst aus Sand und einer Schleimabsonderung gebildet hat. Diese Röhre kann, je nach Art, enorm lang werden (über 1 m). Die Zylinderrose kann bei Gefahr blitzschnell in dieser Röhre Zuflucht nehmen, wobei auch die Tentakel nicht ein- sondern zurückgezogen werden. Wer je eine solche Anthozoe im Meer erbeuten wollte weiss, wie schnell die Tiere reagieren können. Zur Haltung von einer oder mehrerer Zylinderrosen benötigt man im Aquarium einen nicht zu flachen Sandgrund, in den das Tier seine Röhre eingraben kann. Die meisten Aquarianer werden hier vorsichtig nachhelfen und das lederartige Gebilde schon leicht eingraben. Damit die Rose auch später aufrecht steht, kann man ihren oberen Röhrenausgang an einen mehrere Zentimeter hohen Stein lehnen. Eingewöhnte Tiere schaffen sich ihren Standplatz nach eigenem Gutdünken. Bei der Platzierung des Tieres ist darauf zu achten, dass die Zylinderrose nicht direkt in die Strömung gebracht wird. Sie mag eher ein ruhig bewegtes Wasser. Bei Unbehagen kann das Blumentier ganz aus seiner Röhre schlüpfen und ist dann nicht wieder hinein zu bekommen. Nun können Probleme beginnen! Ist die Strömung zu stark, “schwebt” der Körper direkt in den Filtertopf und ist in den meisten Fällen damit verloren. Da das natürlich auch während der Abwesenheit des Pflegers geschehen kann, muss man seine “Blumen” ständig im Auge behalten. Natürlich können sich Zylinderrosen auch einmal für ein paar Tage vollends zurückziehen. Sie legen dann eine Ruhepause in der Futteraufnahme ein und wollen nicht gestört werden. Beim Kauf der Tiere achte man darauf, dass sie weder verletzt sind und sich nach dem Fang aus dem Händlerbecken ganz in der Röhre befinden. Tiere, die aus der Röhre streben, sollte man nicht erwerben; ebenso keine, deren Körper eine Verletzung aufweist. Zylinderrosen ernähren sich in der Natur von planktonähnlichem Futter, dass sie nachts, wenn ihr Körper weit aus der Wohnröhre tritt, mit den weit ausgebreiteten Tentakeln erbeuten. Hierbei sind die langen Außententakel in erster Linie für den Fang des Futters eingerichtet, während diese die Beute dann wieder an den kürzeren, den Mundtentakeln, abstreifen. Am Tage ernährt sich das Tier auch von verschiedenen Kleinkrebsen. In Gefangenschaft macht die Ernährung der Zylinderrose erstaunlicherweise keine großen Schwierigkeiten.

Category: Allgemein
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