Spitzmaulkärpfling, Black Molly

In der freien Natur variieren diese drei Arten recht beträchtlich in ihrer Färbung. Zuchtformen haben sich von allen dreien in Gefangenschaft entwickelt. Man hat sie miteinander gekreuzt, und aus diesem Grunde ist es in manchen Fällen unmöglich, die Zuchformen einen lateinischen Namen zuzuorden.
Die auffallend große Rückenflosse findet man nur bei den Männchen von Poecilia latipinna und Poecilia velifera. Am besten unterscheidet man beide Arten an der Punktierung der Rückenflosse. Bei P. velifera liegen zwischen den Flossentrahlen kleine Pünktchen in größerer Zahl, bei P. latipinna bis zu acht übereinander. Außerdem besitzt P. latipinna 13-14 Flossenstrahlen in der Rückenflosse, P. velifera 18. Man sollte diese beiden Arten vielleicht besser nur als Rassen einer einzigen Art betrachten, den in der Natur berühren sich die Verbreitungsgebiete, und die Fische kreuzen leicht untereinander.
P. sphenops besitzt 8-11 Rückenflossenstrahlen, entwickelt aber niemals eine große Flosse. Der Fisch ist mit seiner brillanten, irisierenden Färbung genau so schön wie die anderen Arten. Auch er ist in der Natur sehr variabel.
Von allen drei Arten hat man schwarze Formen herausgezüchtet, die sogar begehrter sind als die wildfarbenen. Man unterscheidet in der Regel zwischen Schwarzen Segelkärpflingen mit einer hohen und segelartigen Rückenflosse, den Black Mollys mit einer langen und niedrigen Rückenflosse, die möglicherweise eine Zuchtform von P. latipinna sind, und Liberty-Mollys mit einer kleinen, abgerundeten Rückenflosse, die P. sphenops entstanden.
Die Schleierschwanz-Mollienesien, auch Lyretail genannt, sind in Südostasien entstanden und erfreuen sich seit einigen Jahren großer Beliebtheit.
Für die Pflege brauchen alle Mollienesien viel Raum, pflanzliche Kost, Wärme und manchmal etwas Salzzusatz zum Aquarienwasser. Sie fressen auch Lebendfutter und Trockenfutter, besonders gern Mückenlarven. Für die Haltung ist es sehr wichtig zu wissen, dass sich die verschiedenen Formen kreuzen. Leider sind die so entstandenen Exemplare meist weniger schön. Deshalb Einzelhaltung. Temperaturen um 24C C. Sonne.

Category: Allgemein
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