Guppy

Venezuela, Barbados, Trinidad, nördliches Brasilien und Guayana neben zahlreichen anderen Fundorten; Männchen 3 cm, Weibchen 6 cm.
In der freien Natur scheint dieser Fisch in allen Biotopen der Süßgewässer und manchmal sogar in Brackwasser vorzukommen.
Seit der Guppy zu Anfang des letzten Jahrhunderts eingeführt worden ist, wurde er zu dem populärsten Aquarienfisch.
Er gilt als der klassische Anfängerfisch, weil er robust ist und leicht zu züchten. Das trifft aber nur zu für die Naturformen, denn die sehr stark herausgezüchteten Zuchtformen sind eher etwas für fortgeschrittenere Liebhaber und Spezialisten. Bereits bei der Wildform ist das Männchen sehr variabel gefärbt und dient deshalb als eines besten Objekte für Vererbungsforscher. Man kann nämlich die verschiedenen Flecken und Farbmuster direkt mit bestimmten Genen der Tiere in Verbindung bringen, und man hat oft die Lage dieser Gene auf den Chromosomen bestimmen können. Die Wildform ist sehr hart und hält sich noch unter den schlechtesten Bedingungen. Sie zeigt jedoch nur dann ein befriedigendes Wachstum und Zuchterfolge, wenn sie gut gefüttert und bei nicht zu tiefen Temperaturen gehalten wird (20-26C C). Es war möglich, durch systematische Auslese verschiedene Kulturformen herauszuzüchten, die völlig verschieden von der Wildform sind, sowohl in der Färbung als auch in der Flossenform. Man versucht nun ständig, die Zuchtstämme so gleichförmig wie möglich zu halten (ohne sie dabei zu degenerieren), damit sie eine größere Chance des Überlebens, der Fruchtbarkeit und der Fähigkeit haben, oft große und schwere Flossen mit sich herumzuschleppen.
Noch immer werden neue Formen herausgezüchtet, andere verschwinden. Die Zuchtformen des Guppy sind oft viel empfindlicher als die Wildformen und brauchen höhere Temperaturen. Außerdem sind sie manchmal anfälliger für Krankheiten. Dazu kommt noch die Gefahr der Degeneration durch Inzucht, die man aber durch bestimmte Züchterkniffe zum Teil verhüten kann. Wegen der zahlreichen Nachkommenschaft und der Widerstandsfähigkeit des Guppy hat man diesen Fisch, ähnlich wie die Gambuse, in verschiedenen tropischen Gebieten eingeführt, um die Zahl der Malariamücken niedrig zu halten. Die Fische fressen nämlich neben Lebendfutter aller Art und Pflanzenkost besonders gern Mückenlarven.
Jungfische fressen bereits Hüpferlinge und Wasserflöhe.

Category: Allgemein
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